Japan ’19 | Teil 4: Matsushima 松島

Wir erreichten die Tokyo Station gegen Mittag – dieses Mal haben wir keinen frühen Zug genommen, um uns ein wenig länger auszuruhen. Unser Hotel befand sich dieses Mal in Asakusa, das wir schon besichtigt hatten. Die Gegend ist für Hotels sehr zu empfehlen, da sehr gute Verbindungen ans U-Bahn und ans reguläre Bahnnetz bestehen. Wir waren von den vergangenen zwei Wochen ziemlich müde, und schlenderten nur ein wenig in Asakusa herum, und besichtigten auch den Sensoji nochmal, weil er uns das letzte Mal so gut gefallen hat. In Asakusa haben wir dann auch einen Don Qijote gefunden. Die Don Qijote Läden verkaufen allen möglichen Ramsch, den man sich nur vorstellen kann, und das macht den ganzen Spass eines Besuches aus. Dort habe ich aber endlich Grüntee Pockysticks gefunden!

Am nächsten Tag, ein wenig ausgeruht, wollten wir zuerst nach Nikko. Weil man dafür matsushima2aber etwa viermal umsteigen musste und nur irgendwie per Bus dorthinkam, liessen wir die Idee fallen, als wir bereits im Shinkansen sassen. Spontan entschieden wir uns für Sendai, die grösste Stadt im nördlichen Japan.
Sendai liegt etwa eine Stunde nördlich von Fukushima. Nur eine halbe Stunde östlich von Sendai liegt Matsushima, ein kleines Städtchen am Meer. Wie schon die Insel Miyajima gehört ist auch Matsushima eine der 3 schönsten Landschaften in Japan.

Grund sind die vielen, kleinen Inseln, die in der Bucht von Matsushima liegen. Eine dieser Inseln ist ein Park, und für einen bescheidenen Eintritt darf man sie betreten. Die Insel ist per Brücke mit dem Festland verbunden und ist einer der schönsten Orte, den ich in Japan gesehen habe.

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Von der Insel aus hat man ein paar sehr schöne Aussichtspunkte auf die umliegenden Inseln und das türkise Meer. Wenn man nicht gerade in Flip-Flops unterwegs ist, kann man auch zu den Stränden hinunterkraxeln und sich dort ein wenig ausruhen.

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Ich habe auf der Insel auch einen kleinen Schrein gefunden, den ich sehr hübsch fand und der sofort als Fotokulisse herhalten musste 🙂

Irgendwann, als wir mal zum Strand hinuntergingen, fiel mir auf, dass ich meine Tasche nicht mehr bei mir hatte. Da waren mein Pass, Portemonnaie, Zugtickets etc drin.
Meine Mutter verfiel ein wenig in Panik, aber ich vertraute darauf, dass irgendein Japaner meine Tasche gefunden hatte und sie zum Eingang des Parks gebracht hatte. Und tatsächlich – am Eingang hatte der Mitarbeiter des Parks die Tasche 🙂 Irgendjemand hatte die Tasche sehr schnell gefunden und direkt abgegeben – ich glaube, in vielen anderen Ländern wäre die nicht mehr aufgetaucht.

Und damit endet unsere Japanreise – mit ein wenig Aufregung, aber sonst wäre es ja langweilig, nicht?
Die Sonne ging gerade unter, als wir durch Fukushima fuhren, und die Stadt glänzte im orangenen Licht.matsushima16.jpg

Mir hat Japan sehr gefallen und ich will unbedingt zurück – nirgends auf der Welt habe ich so freundliche und bemühte Leute getroffen, die sich ein Bein für einen ausreissen. Dazu kommt das unglaublich gute Essen, saubere Städte, wunderschöne Landschaften und es gibt hier so viel zu tun – ich komme zurück 🙂

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