«A Feast For Crows » und «A Dance With Dragons» von George R. R. Martin
Feast und Dance sind Teil 4 und 5 der «A Song of Ice And Fire» Reihe, welche die Grundlage für die erfolgreiche TV-Serie «Game of Thrones» bildet. Die Haupthandlung setzt rund 300 Jahre nach der Vereinigung der 7 Königreiche von Westeros ein. Ursprünglich waren alle Königreiche unabhängig, bis aus dem Osten Drachenreiter die Herrschaft an sich gerissen haben. Zwischenzeitlich sind die Drachen ausgestorben und Magie gilt nur noch als Legende von früher. Trotz diesen Fantasy-Elementen liegt der Schwerpunkt der Buchreihe auf dem Kampf um den Königsthron – mittels Intrigen und Kriegen versuchen die mächtigsten Herrscherfamilien des Reiches, die aktuelle Monarchie zu stürzen. Feast und Dance sind langsamer im Erzähltempo als die Vorgangerromane, was aber vor allem Feast nicht davon abhält. mein Lieblingsbuch der Reihe zu sein. Wer eine realistische Fantasyserie mit verdammt gutem Worldbuilding sucht, ist mit ASOIAF gut bedient. 9/10«A Knight of the Seven Kingdoms» von George R. R. MartinD
ieses Buch spielt in der selben Welt wie die Bücher der «A Song of Ice And Fire»-Reihe. Rund 100 Jahre vor Einsetzung der Handlung von ASOIAF reist der kürzlich zum Ritter geschlagene Ser Duncan The Tall durch Westeros und trifft auf den Jungen Egg, den er als Knappen auf seine Reisen mitnimmt.
Das Buch besteht aus drei gesammelten Novellen um diese zwei Charaktere und sind im Vergleich zur Hauptreihe entspannend und leicht zu lesen. In diesem Buch gibt’s kein Gemetzel, keine Kriege, die Welt scheint hier noch in Ordnung zu sein, wo sie in «A Song of Ice And Fire» hoffnungslos und grau erscheint. Für mich war es mal eine willkommene Abwechslung. 8/10«Still Alice» von Lisa Genova
Dieses Buch wurde vor einigen Jahren mit Julianne Moore in der Hauptrolle verfilmt. Die 50-jährige Alice Howland bemerkt, wie sie immer öfter Wörter vergisst oder beim täglichen Joggen den Heimweg nicht mehr findet. Nach ärztlichen Abklärungen wird klar, dass Alice an früh-einsetzendem Alzheimer erkrankt ist. Das Buch beschreibt über zwei Jahre hinweg, wie sich Alices Leben verändert und wie ihre Familie mit ihrer Demenz umgeht.Da ich im Zivildienst jeden Tag mit dementen Leuten konfrontiert bin, ist das Thema Alzheimer natürlich omnipräsent. Still Alice zeigt realistisch auf, wie sich Demenz auf die Betroffenen, aber auch auf die Angehörigen auswirkt. Der Schreibstil ist ab und an ein wenig unbeholfen, aber das ändert nichts an der emotionalen Geschichte. Von mir eine absolute Leseempfehlung – oder Filmempfehlung, denn der ist ebenfalls sehr gut. 8/10«11/22/63» von Stephen King
Was wäre, wenn JFK den Anschlag vom 11. November 1963 überlebt hätte? Das ist das zentrale Thema dieses Romans von Stephen King.
Im Jahr 2011 hat Jake Epping die Möglichkeit, mittels einer zufällig gefundenen Zeitpforte, die er den «Kaninchenbau» nennt, ins Jahr 1958 zurückzureisen. Jake will fünf Jahre in der Vergangenheit verbringen und den vermeintlichen Attentäter beschatten und aufhalten. Die Vergangenheit will aber nicht verändert werden und macht Jake das Leben schwer.Viermal habe ich 11/22/63 schon gelesen, und ich kann immer noch behaupten, dass es mein absolutes Lieblingsbuch ist. Ich bin kein Fan von Zeitreise-Geschichten, aber Stephen King macht hier alles richtig und verflechtet viele, verschiedene Genres ineinander und hat mit 11/22/63 sein bestes Buch geschrieben. Das Ende des Buches gehört zum besten, was ich je gelesen habe. 10/10«The Poppy War» von R. F. Kuang
The Poppy War spielt in einer Fantasywelt, welche nicht auf dem mittelalterlichen Europa, sondern China basiert. Es sind grosse Parallelen zu den sinojapanischen Kriegen zu erkennen: Die Protagonistin Rin besucht eine Akademie um als General ausgebildet zu werden. Als Angehörige der Unterschicht wird sie von den meisten Mitschülern verachtet. Im Laufe des Buches stellt sich allerdings heraus, dass Rin von einem inzwischen ausgerotteten Volk abstammt, welche mittels Schamanismus übernatürliche Kräfte beschwören können. Und in der Zwischenzeit verdichten sich die Anzeichen, dass ein dritter «Poppy War», ein Mohnkrieg, bevorsteht.Dieses Buch ist das erste einer Trilogie, wobei der zweite Teil im August 2019 erscheint. Ich bin mit The Poppy War ein wenig gespalten: Einerseits ist das Setting der Handlung sehr interessant, andererseits startet die richtige Handlung erst etwa ab der Hälfte des Buches. Zu Beginn hatte ich den Eindruck, dass das Buch «Hogwarts goes China» wird. Das Ende ist allerdings sehr stark und macht Lust auf den zweiten Teil. Bis dahin heisst es jetzt: Warten. 6/10